150 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Das Verfahren setzt aber das Vorhandensein eines entsprechenden Photometers voraus und erfordert im Umgang mit diesen Gediten geschultes Personal. W•ih- rend die Methode f•ir wissenschaf•liche Laboratoriumsuntersuchungen sehr ge- eignet ist, w•irde sich ein einfacher zu bedienendes Ger•it f•ir die klinische Rou- tine und auch im Hinblick auf Aufgaben der Kosmetik leichter einsetzen lassen. Ein auf dem prinzipiell gleichen Mef•prinzip aufgebautes handliches Ger•it (Hersteller Fa. Creachem, Holzminden), bei dem anstelle der geeichten Matt- glasscheiben ein etwa 0,1 mm starkes mattiertes Kunststoffband auf eine Rolle gewickelt zur Lipidabnahme benutzt wird, d•irfte fur den genannten Zweck brauchbar sein (Abb. 6). Das Ger•it ist mit zwei 1,5-V-Batterien ausger•stet und wird vor der Mes- sung geeicht. Die ca. I cm 2 grof•e Mef•folie wird vor der Messung durch eine einfache Drehung an der Aufwicklungsrolle eingestellt, anschlief•end der eigent- liche Mefhnsatz mit einem Druck yon 1 kp auf die Haut aufgedr•ickt. Danach wird durch Einstecken dieses Mefhnsatzes in das Grundgeh•iuse die durch einen hinter der Mefgfolie angebrachten Spiegel verst•irkte 45ø-Reflexion der Mefg- folie mir einem Photoelement gemessen und der Wert an einem Mikroamp•re- 50 o o o 45 40 35 õ30 ,- E •25 •.2o 15 10 0 o o o o o o o o o o o o o o o o o o o Oo • 8 o o o 8 o 0 o øo o • Oooo o o o o o ø o o o o o 5 10 15 20 25 30 35 p.A Methode reit gerauhtem Kunststoffband Abbildung 7 Korrelation der Werte nach der Mattglas- mit den Werten nach der Kunststoffband-Methode.
DETEBMINATION OF SKIN LIPIDS 151 meter abgelesen. Anschliefiend kann, nach Weiterdrehen des Folienbandes, das fiir ungefiihr 500 Messungen ausreicht, sofort die niichste Bestimmung durch- gefiihrt werden. Bei Auswertung ist die Leerrefiexion yon den Metlwerten ab- zuziehen, eine Absoluteichung auf Lipidmenge ist auch mit diesem Verfahren mi3glich. Zur Oberpriifung der Brauchbarkeit dieses Geriites wurde eine Vergleichs- untersuchung zu dem Originalverfahren yon Schaefer und Kuhn-Bussius durch- gefiihrt. Im Rahmen dieser Untersuchung sollte dann gleichzeitig der Einfiufi einer ,,antiseborrhoischen" Substanz iiberpriiec werden, iiber deren Effekt yon Eberhardt (17) berichtet wurde. Dieser Wirkstoff schien wegen der beschrie- benen ausgepriigten Hemmung der Riickfettung der Haut als Modellsubstanz besonders geeignet. Ober diese Untersuchungen soll jedoch gesondert berichtet werden. Es sei hier nur das Ergebnis einer Vergleichsmessung mit belden Methoden dargestellt (Abb. 7). Generell fiillt hinsichtlich des Effekts extern zugefiihrter Stoffe auf den Talg- spiegel, wie der Literatur zu entnehmen ist, auf, dat• lediglich bei interner Medikation Hormone die Talgsekretion beeinfiussen. Dies konnten wir auch beziiglich ,der Einnahme yon Ovulationshemmern (18) finden, welterbin wurde es fiir bestimmte Antibiotika und Psychopharmaka (2) (3) bestiitigt. Externe Mafinahmen, wie die Anwendung yon Li3sungs- oder Emulsions- waschmittel, fiihren zwar zu einer Entfettung der Hautoberfliiche, die Riick- fettung wird aber oftenbar ledigl,ich entsprechend dem unterschiedlichen Mat• der Entfettung beeinfiufit. Fiir iibliche antiseborrhoische Wirkstoffe konnten kiirzlich Gloor et al. (19) keine seboregulierende Wirkung feststellen. Wir selbst konnten dagegen kiirzlich mit einem ein Cystein-Derivat enthaltenden Shampoo gegeniiber einem wirkstofffreien mir Hilfe des Osmiumtests auch eine Abnahme des Fettes der Kopfhaut nachweisen (20) (Tab. 4). Shampoo Kopfwiische mit Wirkstoff ohne Wirkstoff vorher 60,1 58,5 nach 4. 67,6 41,4 8. 33,6 34,8 12. 22,4 38,3 16. 17,4 53,0 20. Waschen 15,7 69,1 1 Woche nach letztem Waschen 27,7 77,9 Tabelle 4 Oberfliichenfett der Kopfhaut bei Seborrhoikern in Abhiingigkeit von der Zahl der Kopf- wiischen (n = 10, Osmiumtest, Werte der Lichtabsorption in ø/0).
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