390 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Tabelle V Geruchseindruck Nummer der des entsprechenden Substanz Geruchseindruck exo~Epimeren 16 campbrig, leicht sauer camphrig 21 blumig camphrig 24 erdig camphrig 31 blumig/holzig camphrig/fruchtig 35 erdig camphrig 41 erdig blumig 48 fettig blumig 51 erdig blumig 55 erdig blumig Verbindungen im Bereich der Standardabweichung liegt. Der fiber f• = 90 • liegende Bereich ist nicht mehr als camphrig zu bezeichnen. Bei der olfaktiven Beurteilung* der in Tabelle V angefiihrten Verbindungen wurde fiberdies ein deutlicher Geruchsunterschied zu den entsprechenden exo-Epimeren fest- gestellt. DISKUSSION DER ERGEBNISSE Wie aus Abbildung 1 und 2 zu erkennen ist, wurde die Raumerfiillung der in Tabelle I angefi•hrten Verbindungen auf je zwei voneinander unabhiingigen Wegen bestimmt (Volumsmessung bzw. Molekulargewicht und Vermessung der Unterschiede der Schat- tenbilder im Schattenkorrelationstest), wobei die angefi•hrten Korrelationskoeffizienten yon 0,856 und 0,837 zeigen, dab zwischen den jeweiligen Messungen eine gute Obereinstimmung erzielt wurde. Auf3erdem liegt Signifikanz vor, d.h. die Irrtums- wahrscheinlichkeit der Messungen liegt unter 1%, was auch die Genauigkeit und Re- produzierbarkeit der Messungen bestiitigt. Der Zusammenhang zwischen Siedepunkt und f• ist in Abbildung 3 etwas weniger deutlich zu erkennen, trotzdem liegt auch bier bei r = 0,5726 wieder Signifikanz vor. Jedenfalls bestiitigen die in Abbildung 1 und 2 angefi•hrten Ergebnisse die Theorie yon A m o o r e , dab die Molekiilform und Raumausdehnung fiir die qualitativen senso- rischen Eigenschaften eines Riechstoffes (Grundgeruch) ausschlaggebend ist. Dies gilt jedoch nicht fiir Geruchsnuancen, die dutch im Bereich des Rezeptors liegehale Sekun- diireffekte und andere molekulare Parameter hervorgerufen wetden. Wie auch schon bei den exo-konfigurierten Isocamphanen (1) konnte auch reit dieset Studie gezeigt wetden, dab die kleineren, kugeligen Moleki•le einen camphrigen Ge- ruchseindruck hervorrufen und reit zunehmender Liinge der Seitenkette und reit abneh- mender Kugelgestalt dieset Geruchseindruck verblaf3t und in einen anderen Geruchstyp * Wir danken dem Chefparftimeur der Firma Dragoco Wien, Herrn D. Braun, ftir die olfaktive Beurtei- lung der neuen Substanzen.
OLFACTORY IMPRESSIONS OF ISOCAMPHANES 391 tibergeht. Der l•bergang von "camphrig" in "blumig" erfolgt bei einer Anzahl yon 3-4 Kohlenstoffatomen in der Seitenkette. Es ist also in ¾ergleich zu den exo-konfi- gurierten ¾erbindungen kein wesentlicher Unterschied festzustellen, obwohl die endo- Verbindungen eine etwas geringere Raumausdehnung als die exo-Verbindungen be- sitzen. Offensichtlich wirkt sich demnach die endo-Stellung der Seitenkette nur wenig auf den 13bergang yon der Kugelgestalt zur elliptischen Form des Moleki_ils aus. Dies kann durch Betrachtung der Moleki51modelle erkNrt werden: die riiumliche Orien- tierung der Seitenkette erfolgt, wie auch bei den exo-¾erbindungen, in die Richtung der geringsten gegenseitigen Behinderung, wodurch es ab einer Anzahl yon 3-4 Koh- lenstoffatomen ebenfalls zu einer elliptischen Verzerrung der Molektilgestalt kommt. ZUSAMMENFASSUNG Mir dieser Studie an endo-konfigurierten Isocamphanderivaten konnte die stereoche- mische Geruchstheorie yon A m o o r e erneut bestiitigt wetden. Mir Hilfe des Schat- tenkorrelationstestes wurden die Molektile gegenCtber der Standardsubstanz 1,8-Cineol vermessen und die l•bereinstimmung der Ergebnisse mir anderen Molektilparametern gepriift. Die kugelig geformten Molekale dieser Reihe rufen einen camphrigen Ge- ruchseindruck hervor. Interessante, zu den entsprechenden exo-Epimeren unterschied- fiche, Geruchsnuancen einiger endo-konfigurierter Isocamphanverbindungen wurden gefunden. ANERKENNUNG Der Firma Dragoco, Wien-Liesing, danken wir ftir wohlwollende UnterstiStzung. LITERATUR (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (12) (13) (14) G. Buchbauer und M. Wiltschko, J. Soc. Cosmet. Chem. 29, 307 (1978). J. E. Arnoore, Molecular Basis of Odor (Charles C. Thomas Publ., Springfield, 1970). Cavalli-Sforza: Biometrie, Grundztige biolog. reed. Statistik (G. Fischer Verlag, Stuttgart, 1972). G. Buchbauer, R. Vitek, M. C. Hirsch, Ch. Kurz, B. Cech, und E. M. Vas, Monatsh. Chem., 113, 1433 (1982). R. Vitek und G. Buchbauer, Monatsh. Chem., M6, 801 (1985). H. Reckhard, Erdb'lundKohle, 11, 234 (1958). S. Nametkin, Ann. Chem., 438, 185 (1924). G. W. Hana, Dissertation, Universitiit Wien, 1971. S. Beckmann und B. Geiger, Chem. Ber. 94, 1910 (1961). G. Buchbauer, Monatsh. Chem., 109, 3 (1978). W. Ipatiev, Ber. dtsch. chem. Ges., 45, 3206 (1912). G. Komppa, Ann. Chem., 366, 75 (1909). O. Aschan, Ber, dtsch. chem. Ges., 41, 1092 (1908). J. E. Arnoore und D. J. Venstrom, FoodSci., 31, 118 (1966).
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