ANALYSIS OF OXIDATIVE HAIR DYES 111 schiedenen Standzeiten 10,00-20,00 g (genau gewogen) entnommen und in einer Mi- schung aus 200 ml 2-Propanol und 0,5 g Ascorbinsiiure geliSst. Von der LiSsung wurde 1 auf die Dtinnschichtplatte appliziert neben jeweils I /zl verschiedener EichliSsun- gen (s. o.). 6.1.1.3 Bestimmung von 2,4-DAA im Fiirbebrei nach Auftragen auf Haare Nach Herstellung des F•irbebreies aus gleichen Mengen Fiirbecreme und Haarfarbenent- wickler wurde er mit einem Pinsel auf die Haare von Testpersonen aufgetragen. Nach verschiedenen Einwirkungszeiten, beginnend unmittelbar nach Auftragen des Fiirbebreies, wurden ca. 0,5 g Haare abgeschnitten. Sie wurden auf einer Analysenwaage gewogen, dann in einem Wiigegliischen zusammen mit ca. 50 mg Ascorbinsiiure und 500/zl 2-Propanol, das aus einer Dosierspritze zugegeben wurde, durchtriinkt. Nach Durchmischen und Ausdrticken der Haare mit einer Pinzette unter Sptilung mit Stick- stoff wurde I/zl der LiSsung auf eine Diinnschichtplatte appliziert. Daneben wurde je- weils 1/zl verschiedener EichliSsungen aufgetragen (s. unter 6.1.1.1). Die Haare wurden dann noch einmal mit 2-Propanol gewaschen. Nach Trocknen und Konditionieren an der Luft wurden die Haare erneut gewogen, um das Gewicht des Fiirbebreies (Differenz der Gewichte aus erster und zweiter Wiigung) und damit die ur- spriingliche Menge an 2,4-DAA festzustellen. 6.1.2 Diinnschichtchromatographie/Densitometrie Diinnschichtplatten: Kieselgel Nano-Platten SIL 20 + ^nm. I UV 254 10 X 10 cm, Macherey - Nagel Entwicklungskammer: Camag-Doppeltrogkammer fir 10 x 10-cm-Platten Fliegmittelgemisch: Fliegmitteltrog: Chloroform 6,0 ml Cyclohexan 2,5 ml 2-Butanol 1,5 ml Dampfphasentrog: Wasser dest. 9,0 ml Ammoniakl/Ssung 33%ig 1,0 ml Detektion: Nach Entwicklung und Trocknung der Diinnschichtplatten Be- sprtihen mit a) 0,5%iger wiigriger LiSsung von Echtblausalz BB (diazotiertes 4-Amino-2,5-diiithoxybenzanilid-Zinkdoppelsalz) ++^nm' 2, Fa. Fluka b) danach reit 5%iger Salzsiiure in Methanol. Braunrote Flecken auf weitlem Untergrund. RF-Wert: 2,4-DAA ca. 0,55 Geriite: Zeiss Chromatogramm-Spektralphotometer PMQ II in der Meganordnung. Monochromator-Probe (M-Pr), Remission. Rechner-Integrator Minigrator (Fa. Spectra-Physics) zur quan- titativen Auswertung. Megwellenliinge: 550 nm (Wolfram-Lampe) Megfi•iche: 6 mm x 0,1 mm Scangeschwindigkeit: 20 mm/Min. + Anm. 1 Diese Schicht erwies sich vorteilhaft gegentiber der HPTLC-Platte Kieselgel 60 F 254 der Fa. Merck bei der Abtrennung des 2,4-DAA yon Oxidationsprodukten + + Anm. 2 Im Laufe der analytischen Untersuchungen stellte sich heraus, dat• Echtblausalz BB wegen des helleren Plattenuntergrundes besser geeignet ist als Echtblausalz B.
112 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Die quantitativen Bestimmungen wurden so durchgefiihrt: Die Fliichen unter den Remis- sions-Orts-Kurven von Megflecken und Eichflecken wurden mittels Integrator ver- messen und aus einem Eichdiagramm (relative Integratorwerte aufgetragen gegen die je- weilige Menge) die Menge an 2,4-DAA ermittelt. 6.1.3 Versuchsergebnisse Fiir die Untersuchungen wurden Haarfiirbecremes folgender Nuancen verwendet: a) ,,Blauschwarz" mit einem 2,4-DAA-Sulfat-Gehalt von 0,90 % b) ,,Schwarz" mit einem 2,4-DAA-Sulfat-Gehalt von 0,34 %. Bei der Untersuchung der Haarfiirbecremes allein wurden folgende Gehalte an 2,4-DAA-Sulfat gefunden: ,,Blauschwarz" - 0,88 % (entsprechend 98 % d. Th.) ,,Schwarz" - 0,34 % (entsprechend 100 % d. Th.) Die im Fiirbebrei nach verschiedenen Standzeiten gefundenen DAA-Sulfat-Gehalte sind in Tab. 9 verzeichnet. Dort ist ferner der theoretische Gehalt des Fiirbebreies an DAA- Sulfat aufgefiihrt unter Beriicksichtigung der Tatsache, dag sich durch das Verdiinnen mit dem Haarfarbenentwickler die Gehalte halbieren. Die analytisch gefundenen Werte sind jeweils auoe den theoretischen Gehalt bezogen. Nuance der Urspriinglicher Standzeit DAA gef. im gef. DAA-Menge Haarfiirbecreme DAA-Gehalt im Fiirbebrei Fiirbebrei bez. auf urspriingl. Fiirbebrei Gehalt d. Mi'schung Schwarz 0,17 % Blauschwarz 0,45 % 0Min. 0,10 % 59 % 15 Min. 0,04 % 24 % 30 Min. 0,018 % 10 % 0 Min. 0,31% 69 % 15 Min. 0,23 % 51% 30Min. 0,20 % 44 % Tabelle 9 Quantitative Bestimmung von 2,4-DAA-Sulfat im Fiirbebrei (Gemisch Fiirbecreme/Farbentwickler) In Tab. 10 sind die analytisch ermittelten DAA-Gehalte des Fiirbebreies nach verschiede- nen Einwirkungszeiten auf die Haare verzeichnet. Der theoretische Gehalt des Fiirbe- breies an DAA ist dort noch einmal aufgenommen, und es ist der jeweilige Wert auf den theoretischen Gehalt bezogen. Die Nachweisgrenze von 2,4-DAA wurde folgendermagen abgeschiitzt: Auftragen un- terschiedlicher Mengen von DAA auf die Diinnschichtplatte, Entwicklung und Detek- tion wie beschrieben. Scannen der Diinnschichtplatte unter den beschriebenen Be- dingungen. Als Na. chweisgrenze wurde diejenige Menge an DAA festgelegt, fiir die die SignalhiShe in der Remissions-Orts-Kurve zwei- bis dreimal griSger war als die HiShe der ,,Rauschsignale" der Basislinie. Bei den Zeitangaben in der Spalte 3 der Tab. 10 handelt es sich um die Zeitspanne zwischen Auftragen des Fiirbebreies auf die Haare und dem Beginn der Operationen fiir die Analytik. Fiir das Abschneiden der Haarprobe, Wiigen, Eluieren des Fiirbebreies, Auftragen der LiSsung auf die Diinnschichtplatte und Trocknen sind 6 Minuten erforder- lich. Eine weltere Umsetzung des 2,4-DAA wiihrend dieser Probenvorbereitung ist nicht auszuschliegen, ist vermutlich aber geringer als wiihrend des gleichen Zeitraumes unter Anwendungsbedingungen, da das Eluieren des Fiirbebreies unter Inertgas erfolgt.
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