ANALYSIS OF OXIDATIVE HAIR DYES 99 zeiten Haare vom Kopf abgeschnitten und der daran haftende F•irbebrei wurde analytisch auf DAA untersucht (17). 2. Probenvorbereitung und Herstellung der Eichli3sungen F•ir die exakte Auftragung auf D•innschichtplatten sind homogene, niedrig viskose L 5- sungen erforderlich. Zum Nachweis und zur Bestimmung der Oxidationsfarbstoffe mi•ssen emulsionsf Srmige Haarf•irbemittel und T Snungsmittel daher vorher mit einem geeigneten L Ssungsmittel in homogene L&ungen iiberfiihrt werden (falls eine Emulsion Verdickungsmittel enth•ilt, die ungel Sst bleiben, st Sren diese nach unseren Erfahrungen die Analyse nicht). Da die meisten Oxidationsfarbstoffe auch schon von Luftsauerstoff oxidiert werden, wurde dieser fi•r die quantitativen Bestimmungen bei der Herstellung der L Ssungen weitgehend durch Stickstoff-Begasung entfernt, lerner wurde den L Ssungen Ascorbin- s•iure als Reduktionsmittel zugesetzt. Bei rein qualitativen Untersuchungen kann die Stickstoff-Begasung entfallen. Im einzelnen gingen wir folgendermagen vor: 2.1 Cremefi3rmige Produkte Ein mit Gaszuleitungsrohr versehener 50-ml-Mef•kolben wurde 15 Minuten lang mit Stickstoff gespiilt. Dann wurde die Creme eingewogen, und es wurden 0,2 g Ascorbin- s•iure und ca. 40 ml •thanol abs. zugegeben. Nach Verschliegen und Sch•itteln des Mef•- kolbens wurde die Mischung zur Besehleunigung des L6sevorgangs im Ultraschallbad behandelt. Anschliegend wurde mit •thanol abs. auf 50 ml aufgefiillt. Falls nicht alles gelfist war, lieg man einige Minuten absitzen und konnte dann mit einer Mikropipette die erforderlichd Auftragemenge entnehmen. Die Einwaage der F•irbecreme erfolg• auf einer Analysenwaage und richtet sich nach dem Prozentgehalt der zu bestimmenden Substanz. Wenn der Gehalt unbekannt ist, mug er vorher auf der D•innschichtplatte visuell abgesch•itzt werden (s. Abschnitt 3.). Berechnung der F•irbecreme-Einwaage: V- C' 100 E - A.% E = Einwaage (g) V = Gesamtvolumen der L Ssung (ml) C = Menge der zu bestimmenden Substanz auf der Diinnschichtplatte (g) A = Auftragevolumen (ml) % -- zu erwartender Prozentgehalt Bei Auftragungen von 200 Nanoliter auf die Di•nnschichtplatte (s. Abschnitt 3), einer Menge von 100 Nanogramm Oxidationsfarbstoff auf der D•innschichtplatte und einem Gehalt von 1% des Oxidationsfarbstoffs errechnet sich die Cremeeinwaage zu ca. 2,5 g. Das Prinzip der quantitativen Bestimmung mit Hilfe eines Densitometers ist der Ver- gleich der Konzentration der Probe mit bekannten Mengen einer Eichreihe.
100 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Als Lbsungsmittel fiir die Herstellung der Eich16sungen verwendeten wir die folgende Mischung: •thanol abs. - 98 ml Ammoniak16sung 25%ig - 2 ml Ascorbinsiiure* - 0,2 g Fiir die Bestimmung von z. B. 2,5-Diaminotoluolsulfat ist ein Fleck auf der Diinn- schichtplatte von 0,1 tzg = 100 ng densitometrisch gut auswertbar. Als Eichreihe wiihlt man daher den Bereich von 50 ng bis 150 ng. Zur Herstellung der dafiir erforderlichen Eich16sungen geht man aus von einer Stamm16sung, die man durch L6sen von 100,0 mg 2,5-Diaminotoluolsulfat in 100 ml der obigen Mischung erhiilt (Megkolben). Von dieser Stamm16sung werden mit Hilfe einer Biirette nach folgendem Schema weitere verdiinnte L6sungen hergestellt: Stamm16sung Megkolben fiir Auftragevolumen Menge auf in ml Verdiinnung fiir DC-Platte DC-Platte 5,0 20 ml 200 nl 50 ng 7,5 20 ml 200 nl 75 ng. 10,0 20 ml 200 nl 100 ng 12,5 20 ml 200 nl 125 ng 15,0 20 ml 200 nl 150 ng 2.2 Aerosol-Produkte (SchaumtiSnungen) Ein mit Gaseinleitungsrohr versehener 100-ml-Megkolben wurde mit etwa 50 ml einer Mischung aus 75 ml 2-Propanol, 25 ml Wasser und 0,2 g Ascorbinsiiure beschickt. In die Mischung wurde ca. 15 Minuten lang Stickstoff eingeleitet. Der Kolben wurde gewogen und anschliegend der Inhalt einer Aerosoldose (Schaumt6nung) in die Mischung einge- leitet, nachdem die Auslag6ffnung des Schaumkopfes mit einem Plastikschlauch verliin- gert worden war das Schlauchende wurde unmittelbar iiber die Oberfiiiche der Mischung gehalten. Unter leichtem Schiitteln des Megkolbens lieg man die leichtfiiichtigen Anteile bei Raumtemperatur verdampfen. Der verschlossene Kolben wurde erneut gewogen, um die Menge der Wirkstoff-L6sung festzustellen. Danach wurde der Megkolben mit der o. g. Mischung, die vorher durch Durchleiten von Stickstoff weitgehend von Luft- sauerstoff befreit worden war, bis zur Marke aufgefiillt. Die Einwaage an Wirkstoff16sung richtet sich nach dem Prozentgehalt der zu bestim- menden Substanz (s. unter 2.1). Die weitere Prozedur erfolgt analog wie unter 2.1 beschrieben. 3. Qualitativer Nachweis der Oxidationsfarbstoffe Fiir die diinnschichtchromatographische Trennung verwendeten wir in den meisten Fiillen HPTLC-Fertigplatten Kieselgel 60 F254 fiir die Nano-DC 10 x 10 cm oder 10 x 20 cm (Firma Merck). Als Entwicldungskammern dienten Glas-Doppeltrog- kammern fir 10 x 10-cm- bzw. 10 x 20-cm-Platten (Fa. Camag). *) Falls die Ascorbinsiiure die Chromatographie der Oxidationsfarbstoffe st6rt, kann man iuch unterphos- phorige Siiure (0,5 m150%ige L6sung) oder Natriumhydrogensulfit (1 g) verwenden.
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