FACE MASK FOR ANTIBACTERIAL AGENTS 489 nicht antimikrobiellen Tensid16sung3}. Die Behandlungen erfolgten jeweils t•iglich von Mittwoch bis Samstag und vom darauffolgenden Montag bis Freitag. An dem dazwischenliegenden Sonntag wurde aus technischen Grfinden keine Behandlung durchgeffihrt. Bakteriologische Untersuchun- gen wurden unmittelbar vor Behandlungsbeginn und 24 Stunden nach der letzten Applikation vorgenommen. Alle Versuchspersonen vermieden w•ihrend des gesamten Versuchs jede zushtzliche Einwirkung auf die Gesichtshaut dutch Extema. Da die Beeinflussung der Bakterienflora im Talgdrfisenausffihrungsgang vor Entstehung eines Comedo fiberprfift werden sollte, war es nicht notwendig, Aknepatienten als Versuchs- personen zu verwenden. b) Methoden Es wurden isoliert die Bakterien aus dem Talgdrfisenausffihrungsgang nach der von HOLLAND et al (11} angegebenen Methode gewonnen. Dabei wird ein mit einem Tropfen Cyanoacrylatgel 4} beschichteter auf- gerauhter Stempel solange auf die Haut aufgedrfickt, bis sich das Gel verfestigt hat. Dann wird der Stempel ruckweise entfemt. An der Stempel- unterfl•iche h'hngen dann Teile der Haarfollikel und Talgdrfisenaus- ffihrungsg•inge. Da das Gel bactericid ist, werden superficielle Keime nicht miterfat t. Die an den Follikelanteilen hhngenden Bakterien werden reit einer speziellen Vorrichtung in 12,5 ml Reinforced Clostridial Medium [RCM} s} mit einem Zusatz yon 1% Tween 80 61 verteilt. Methodische Details finden sich in den Publikationen von HOLLAND et al (11} sowie ROBERTS (19}. 0,1 ml RCM werden unverdfinnt und in Ver- dfinnungen bis zu 10 -3 auf Reinforced Clostridial Agar s} aufgebracht. Nach anaerober Kultur (7 Tage, 37 ø C} Auszhhlung der Keimzahl in der fiblichen Weise. Dabei werden die aus zwei unmittelbar hintereinander aufgelegten Stempeln gewonnenen Keimzahlen addiert, um die Keimzahl in dem Untersuchungsareal zu ermitteln. F/Jr die Differenzierung der Bakterien ware. n Kolonieform und -farbe, gramgefhrbte Ausstriche und der Ausfall des Caseintests maggebend. So ist es m6glich zu unter- scheiden zwischen P. acnes, P. granulosum, grampositiven Kokken und Sarcinen. Die Kokken wurden nicht weiter differenziert. F/Jr die An- grenzung von P. acnes und P. granulosum ist der Caseintest ein zuver- l•issiges Kriterium. P. avidurn kommt an der Stirn extrem selten vor. 3} Polyaethylenglycollaurylathersulfat, Natriumsalz {ELFAN NS 2421, Konzentration 6 % bezogen auf die waschaktive Substanz Hersteller: Akzo Chemic Dtiren BRD. 4} Pennabound Contact Cement Hersteller: Staident Labor, Staines, Middlesex, England. s} Hersteller: Oxoid Deutschland GmbH, Wesel BRD.
490 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Es zeigt •ihnlich wie P. acnes eine caseinpositive Reaktion und wird bei unserem Vorgehen P. acnes zugez'fihlt. In Einzelfallen bedienten wir uns zus•itzlicher biochemischer Parameter (Gelatin-Hydrolyse, Indolpro- duktion, Nitratreduktion} und des Phagentests, der nach neueren Ergebnissen bei negativem Ausfall nur unsichere Aussagen auf das Vor- liegen yon P. granulosum erlaubt (121 und dem deshalb nur relativ wenig Bedeutung beigemessen wurde. Methodische Details zu allen genannten Methoden finden sich bei MARPLES und MC GINLEY sowie ROBERTS 119}. Bakteriologische Keimzahlbestimmungen ergeben logarithmische Ver- teilungen, deshalb wurden die ermittelten Keimzahlen logarithmisch transformiert. Um die logarithmische Transformation der 0-Werte zu erm6glichen, wurde zu den in 2 x 0,1 ml unverdfinnten RCM er- mittelten Keimzahlen jeweils der Wert 1 hinzugezahlt Die so ge- wonnenen Zahlen wurden der statistischen Berechnung zugrunde gelegt. Bewertet wurden Gesamtkeimzahl und Zahl der Propionibakterien lP. acnes und P. granulosum zusammengenommen}. Es wurden jeweils die Differenzen der logarithmisch transformierten Werte fiber den WILCOXON-Test ffir Paardifferenzen mit dem hypothetischen Mittel- wert 0 verglichen. Als Signifikanzniveau wurde 1% vorgegeben. Zur Ermittlung der Bakterienzahl/cm 2 ist es notwendig, die Keimzahl in 2 x 0,1 ml unverdfinntem RCM durch Delogarithmieren und Reduktion des erhaltenen Wertes um 1 zu ermitteln und diese Zahl mit 80 zu multiplizieren. Ergebnisse Da P. granulosum nur beim kleineren Teil der Falle gefunden wurde, sind in den Tabellen 1 und 2 P. acnes und P. granulosum zusammen- gefaf•t. P. granulosum war bei Kollektiv I nur einmal vor Behandlungs- beginn lKeimzahl 1250 / 2 x 0,1 ml RCM} und nach Behandlung mit der wirkstofffreien Maske IKeimzahl 50 / 2 x 0,1 ml RCM} nachweisbar. Bei Kollektiv II fand sich P. granulosum nur zweimal bei den Ausgangs- untersuchungen IKeimzahl 90 bzw. 1000 / 2 x 0,1 ml RCM1. Die Differenz zwischen Gesamtkeimzahl und Propionibakterien besteht im wesentlichen aus grampositiven Kokken. Sarcinen waren nur ausnahmsweise vorhanden IKeimzahl maximal 1400 / 2 x 0,1 ml RCM}. Gesamtkeimzahl und Zahl der Propionibakterien vor und nach An- wendung der Masken sind in Tabelle 1 gegen'fibergestellt. Die wirkstoff- Hersteller: Sigma Chemie, Neubiberg BRD.
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