GERUCHSPSYCHOLOGIE UND PARFUMIERUNG 527 B. Durchschnittsmethode Die Durchschnittsprofile Dutch Berechnung der durchschnittlichen Zuordnungsgrade aller 66 Begrifle zu den einzelnen Duftstoffen entstehen die Durchschnittsprofile (Abbildung 3). Sie lassen auf den ersten Blick deutlich erkennen, welche Begrifle relativ und absolut gesehen einen hohen und welche einen geringen Zuordnungsgrad haben. Die gezeichneten Zuordnungs-Durchschnittswerte ergeben je Gruppe und Riechstoff ein Duftprofil mit 66 Profilpunkten. Zu besserem Vergleich wurden das m•innliche und weibliche Durchschnitts- proill zu jeweils einem Duftstoff zusammengezeichnet. Betrachtet man nun die Profilpaare zu den verschiedenen Stoffen, so zeigt sich ein im allgemeinen paralleler Verlauf. Bei Wasset, Citral, Geraniol und p-Methylchinolin neigt die weibliche Gruppe zu den etwas h6heren Wetten. Bei den anderen drei Duftstoffen ist keine entsprechende Tendenz festzustellen. Einen nahezu kongruenten Verlauf zeigen die Durchschnittsprofile der m•inn- lichen und weiblichen Gruppe ftir den Duftstoff Hexenylformiat. Selbstverst•indlich finden sich auch einige divergierende Abschnitte in den Profilverl•iufen. Die Wasserprofile weisen die geringsten AusschNge auf. Sie verlaufen zum Hauptteil zwischen 0 und 1. Alle Rechtszacken bleiben unter 2 und die relativ stirksten Ausschlige beziehen sich fast nut auf wasserrelevante Begrifle wie ,,schwach", ,,leer", ,,hell" oder ,,langweilig". Die Gegentiberstellung auf Abbildung 4 liBt gut erkennen, dab die Form des Wasserprofiles sich tatsichlich yon den anderen Profilformen unterscheidet. Was sagen nun die Durchschnittswerte tiber die Anmutungsqualititen der Dtifte aus ? Die Tabelle der Durchschnittswerte (Tabelle 2) liiBt erkennen, dab bei der Zuordnung zu Wasset etwa die Hilfte aller unter 1,0 (= etwas passend) liegr. Nut 12 von 132 Zuordnungen (2 x 66), verteilt auf 10 Begrifle, erreichen Diarchschnittswerte yon 1,5 bis 1,9. (kutsire Zahlen). Neun Durchschnitts- werte betragen 1,6 bis 1,9, beziehen sich abet mit Ausnahme yon ,,niichtern", ,,einsam" und ,,ktinstlich" auf offensichtlich wasserrelevante Begrifle. Wenn man aufgefordert wird, den Geruch eines Stoffes zu charakterisieren, ohne objekfiv eine Geruchswahrnehmung zu machen, wird man begreiflicher- weise Begrifle wie ,,ruhig", ,,nati•rlich", ,,langweilig", ,,leer" und ,,schwach" noch am ehesten als einigermaBen passend zuordnen. Begrifle, die durchschnittlich einen Zuordnungswert yon 1,6 und mehr er- reichen, kommen unter Zugrundelegung des Wasserprofils also schon als m6glicherweise mehr oder weniger signifikant fiir die betreffenden Duftstoffe in Frage.
528 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS angenehm anregend gespannt fr6hlich erregend ruhig wach voll blumig ernst locker Mar harmonisch reich streng welt faulig schw•rmerisch stark gesellig kultiviert hoch hatEfilch hart kalt hell fruchtig zart spitz le ich t eckig frisch 0 1 1.62 3 0 11,62 3 0 I •.62 3 0 I •,•2 3 4 Unangenehm langweilig geldst niederdriickend wErzig beruhigend heiter mede leer dicht triibe unharmonisch arm brenzlig milde unruhig eng n•Jchtern schwach einsam primitiv kiinstlich tief welch bitter warm dunkel hatzig grob schwOl stumpf s c h wer fund Abb. 3. Durchschnittsprofilc (miinnlich) Mcnthon ------, Wasset -- -- --
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