492 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Gesamtkeimzahl {anaerobe Kultur} nach Behandlung reit nach Behandlung reit vor Behandlung der nicht antimikrobiellen der antimikrobiellen TensidliSsung TensidliSsung N 15 15 15 M 2,8576 2,6944 2,1069 S 0,9080 0,7404 0,9459 Propionibakterien {P. acnes und P. granulosum zusammengenommen} nach Behandlung mit nach Behandlung reit vor Behandlung der nicht antimikrobiellen der antimikrobiellen TensidliSsung TensidliSsung N 15 15 15 M 2,0704 1,6527 1,6001 S 0,9070 0, 7404 0,9459 Tabelle 2 Mittelwerte und Standardabweichungen der dekadischen Logarithmen der um die Zahl 1 vermehrten Gesamtkeimzahl {bei anaerober Kultur} und der um die Zahl 1 vermehrten Zahl der Propionibakterien {P. acnes und P. granulosum zusammengenommen} bezogen auf 2 x 0,1 ml unverd'dnntes RCM vor Behandlung, nach Behandlung reit der nicht anti- mikrobiellen Tensid10sung und nach Behandlung mit der antimikrobiellen TensidliSsung. Das geometrische Mittel der Kmmzahlen bezogen auf 1 cm 2 erhiilt man dutch Delo- garithmieren des Mittelwertes der Logarithmen, Reduktion dieses Wertes um die Zahl 1 und anschliegende Multiplikation m•t 80. Behandlung mit der nicht antimikrobiellen L6sung oder der Ausgangs- weft als Vergleich herangezogen werden. Ein solchef Nachweis liigt sich nicht bei den Propionibakterien ftihren. Vielmehr finden sich nach An- wendung der antimikrobiellen L6sung nahezu identische Werte wie nach Anwendung der nicht antimikrobiellen Tensid16sung. Der antimikrobielle Effekt der Tensid16sung scheint sich somit in erster Linie auf die gram- positiven Kokken zu beziehen. Die Ergebnisse bei den einzelnen Versuchspersonen sind im Detail in der Inauguraldissertation WOLF {24) aufgef'tihrt.
FACE MASK FOR ANTIBACTERIAL AGENTS 493 Diskussion SWANBECK (22) hat als erster gezeigt, dat• •thyllactat in einer alkoholischen L•Ssung unter Okklusivbedingungen eine Verminderung der freien Fetts•iuren in den Hautoberfl•ichenlipiden bewirkt. GLOOR et al (71 konnten spater deutlich machen, dat• dieser Effekt nur zum kleinen Teil dem Wirkstoff J4thyllactat und zum weit gr•5t•eren Teil der Grundlage J4thylalkohol zukommt. Augerdem konnten diese Autoren zeigen, dat• die Anwendung unter Maskenbedingungen der in der Aknebehandlung unpraktikablen Okklusivbehandlung mit Folien ebenbtirtig ist. Ein kli- nischer Wirkungsnachweis f/Jr die J4thyllactatbehandlung in einer alkoholi- schen Grundlage unter Okklusivfolien bei Akne findet sich bei SWANBECK [22}. F/Jr die in den vorliegenden Untersuchungen verwendete 50 % J4thanol und 1% )•thyllactat enthaltende Maske wurde ebenfalls ein klinischer Wirkungsnachweis erbracht (3}. Zur definitiven Klarung des Wirkungseffektes ist es notwendig, den Nachweis zu erbringen, dag die applizierten antimikrobiellen Agentien in die Talgdrfisenausffihrungsg•inge penetrieren und dort zu einer Reduktion der Keimflora insbesondere der Propionibakterien ftihren. Die vorliegenden Untersuchungen zeigen: Die &hyllactat- und •ithanolhaltige Maske reduziert signifikant die Gesamtkeimzahl und die Propionibakterien im Talgdrfisenausffihrungsgang. Die auf Grund des Nachweises einer Reduktion der freien Fetts•iuren in den Hautoberfl•ichenlipiden und des klinischen Wirkungsnachweises bestehende Vermutung, dag es sich bei dieser Thetapie um eine effektive Lokalbehandlung der Akne handelt, wird dutch die vorliegenden Ergebnisse bestarkt. Zu einem kleinen Teil dtirfte nach den vorliegenden Befunden dieser Effekt durch das Masken- material selbst bedingt sein, zum gr6geren Teil kommt es den Wirkstoffen J4thyllactat und )•thanol zu, wobei •thanol nach eigenen frtiheren dtinn- schichtchromatographischen Ergebnissen (7} das wichtigste Agens sein dfirfte. Wasch16sungen werden seit langer Zeit in der Aknetherapie eingesetzt. In erster Linie erwartet man bei deren Verwendung, dat• Lipide im Talgdrfisenausffihrungsgang bzw. im Comedo emulgiert werden [20). Dieser Auffassung wird in jtingerer Zeit entgegengehalten, dag die Tenside nur auf der Hautoberfl•iche und nicht im Talgdrtisenausftihrungsgang wirksam werden und dat• somit die Tensidbehandlung der Akne nutzlos sei (17}. Bei diesen Diskussionen blieb unberficksichtigt, dat• Tenside z. T. antimikrobiell wirken. Einen Hinweis auf eine Reduktion der mi- krobiellen Lipolyse auf behaarter bzw. unbehaarter Haut durch anti-
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