BEITRAG ZUR ANALYSE VON CREMES MIT VERSCHIEDENEN STEARATEN DR. PIERRE VI•.LON, ING. E. S.C. I. L. und JACQUELINE PICOT, CHEM. INC,. I. C. R. * lfo•elragen am 1. 9. 1960 in M•inchen auf dem 1. Kongrefi der IFSCC j.P. Wolff (1) hat eine elegante Methode ftir die Analyse von Cremes aus- gearbeitet, die Stearin, alkalische Stearate und Tri•ithanolamin-stearat enthalten. Wit wiederholen hier das Wesentliche: Bei der Bestimmung in alkoholischer L6sung erhiilt man in Gegenwart von Thymolblau 2 Gruppen von Umschlagspunkten: blau 0,8 Volt grtin 0,73 Volt gelb (alkalisch) gelb 0,25 Volt orange 0,3 Volt putput (sauer) Wit setzen: x = ø/o freie Fettsiiure y = ø/o der an Tri•ithanolamin gebundenen Fetts•iure z = ø/o der an Natrium und Kalium gebundenen Fetts•iure a -- Stearins•iure-fi•quivalent des Tri•ithanolamins (also a = y) Die Methode von Wolff umfaBt zwei Bestimmungen: 1) Beslimmun• der Gesamlfells•ren und des Tri•'lhano/amins durch Zugabe einer bekannten Menge n/5 alkoholischer KOH im t2berschuB und Ri•cktitrieren reit n/1 HC1. Beim gr•inen Umschlagspunkt des Indikators im alkalischen Milieu haben wir den KOH-•berschuB neutralisiert. Man erNilt: A = x q- y (I) Man gibt weltere HC1 zu his zum orangen Umschlagspunkt. Man zersetzt die Alkaliseifen und bildet das Tri•ithanolaminchlorhydrat und kann dann schrei- ben B=xq-yq-zq-a (II) 2) Beslimmung der Gesamlfells•ren durch saure Hydrolyse unter Kochen. Der gewaschene Kuchen wird in i•ber- schi•ssiger n/5 alkoholischer KOH ge16st und reit HC1 zuri•cktitriert: C: x q- y q- z (III) Ist diese Methode auch brauchbar, wenn die Creme einen Stearins•iureester (Glycolstearat) enth•ilt ? Das ist das Problem, das wir zu 16sen versucht haben. *Aus dem Forschungslaboratodum Lanc6me S.A., Courbevoie, Seine.
538 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS L Titralion des G•colmonoslearales selbst A) H•ydro•se Wit haben das Glycolmonostearat dutch Kochen in konzentrierter HC1 drolysiert und den dabei entstandenen Stearinkuchen bis zur Neutralit•t gewa- schen. Der Kuchen wurde in iSberschiSssiger alkoholischer Kalilauge ge16st und mir HC1 bis zum Umschlag griSn-orange des Indikators Thymolblau zuriSck- titriert. a) In w•Brig-alkoholischem Milieu fanden wit bei 1 g Monostearat 1,003 g b) in w•Brigem Milieu fanden wit bei 1 g Monostearat 0,975 g. Die Titration in Alkohol ist also korrekt. B) Verseifungs•ahl Die V. Z., gemessen nach der iSblichen Methode dutch einstiSndiges Kochen mit alkoholischer KOH, ergab: VZ. = 178 ]]. Stearatcremes Man k6nnte demnach annehmen, dab die Methode yon Wolff brauchbar sei und gestatte, in einer Creme zu titrieren: freies Stearin, Natrium- oder Kalium- stearat, Tri•thanolaminstearat und Glycolstearat. Dem ist abet nicht so. Nach der sauren Hydrolyse der Creme haben wit iramet etwa 10% Fetts•ure zu wenig gefunden. Es scheint, dab die Glycolstearathydrolyse in Gegenwart yon konzentrierter Salzs•ure und einem •berschuB an Stearin unvollst•ndig ist und dab man sich dem bekannten Gleichgewi•ht zwischen Veresterung und Hydrolyse gegeniSber sieht. Wit haben nacheinander zwei verschiedene Arbeitsweisen benutzt, die eine reit sautere, die andere reit alkalischem Milieu. 1. •4rbeilsmeise !) Bestimmung der freien und der an Tri•thanolamin gebundenen Fetts•ren Die Cremeprobe (20 g) wird in einem bekannten iSberschiSssigen Volumen alkoholischer n/5 KOH (60 ccm) ge16st und eine Stunde gekocht, dann wird mit normalet HC1 zuriScktitriert, bis Thymolblau zun•chst auf griSn umschl•gt (A ccm) und weiter bis orange (B ccm). Dabei muB die L6sung warmgehalten wetden, um die Bildung eines Niederschlages w•hrend der Bestimmung zu verhindem. Die Werte A und B sind die Differenzen zwischen Bestimmung bei der Creme und einem Blindversuch wie in der Methode yon Wolff. Wit schrei- ben folgende Gleichungen: I) A = x -3 y -3 v (v = Stearinsiiure von Glycolstearat) II) B = x-½ y-½ z+ a-+- v 2) Bestimmung der Gesamtfetts•ren Wit fiShten die saute Hydrolyse dutch Kochen mit 12n HC1 bis zur Freiset- zung der gesamten Fetts•uren dutch. Man isoliert den Kuchen und w•scht reit dest. Wasset bis zur Neutralit•t und 16st ihn in einem bekannten Volumen •ber-
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