550 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS starker zum Ausdruck kommen wfirde. Ffir unsere Versuche ben6tigten wit deshalb 4 Diaserien, wobei die Reihenfolge der Diadarbietungen zufallig variiert wurde. In den unteren vier Kiistchenreihen von Abb. 1 sind die Reihenfolgen der Bilder in vier Zufallsserien abgebildet. Um einen Eindruck von dem von uns verwendeten Reizmaterial zu geben, seien zwei Dias aus der Serie der 8 Bilder ausgesucht: Bei dem ersten Dia {Abb. 2) fiillt offenkundig die nur stiidtebauliche Ansicht stark auf. Bei dem zweiten Dia {Abb. 3) dagegen ist der sexuelle Inhalt gut zu sehen. Abbildung 3 Dia 6 der acht ffir die Untersuchung verwendeten Dia-Positive. Neben der stadtebaulichen Ansicht ist deutlich der nackte Oberk6rper emer Frau zu sehen.
SEX MOTIVES DURING ODOR PRESENTATION 55! Aus der Variation der genannten Reizbedingungen, also Bilder reit unterschiedlicher Dominanz der beiden Altemativen ,,Stadt" und ,,Frau", der verschiedenen •-•-•' - ' ' Da•,•cm,gszmten und der Bedingung m•t bzw. ohne Duftapplikation, ergab sich der auf dem nachsten Bild dargestellte Versuchsverlauf [Abb. 4). 1/200 1/125 1/200 1/125 sec ZEIT: 1/250 1/170 1/250 1/170 SERIE: OHNE DUFT MIT DUFT Abbildung 4 Schematische Darstellung, wie die in Abb. ! aufgezeigten Diaserien nacheinander vorgeftihrt wurden. Grau bedeutet Diaserie reit Duft, weif• bedeutet Diaserie ohne Duft vorgefQhrt. Darfiber stehen die Projektionszeiten in Sekunden. Man erkennt, dag zunachst die Serie 1 mit der Darbietungszeit von 1/2so Sekunde bei gleichzeitiger Wahrnehmung des Duftes, danach die Serie 2 bei 1/2oo $ekunde Darbietungszeit ohne Duft, schlieglich die Serie 3 bei 1/17o $ekunde Darbietungszeit wiederum mit Duft und dann die Serie 4 bei einer Darbietungszeit von 1/us Sekunde wiederum ohne Duft dargeboten wurde. Hier also liegt eine sukzessive Steigerung der Darbietungszeit vor, bei gleichzeitigem Wechsel der Diaserien und bei alternierender Duftapplikation. Die rechte H•ilfte der Kastchenreihe stellt eine Wiederholung der linken Halfte dar, wobei die bisher ohne Duft dargebotenen Serien bei jeweils derselben Darbietungszeit nun mit Duft appliziert wurden. Der Sinn dieser variierenden Abfolge lag selbst- verst'findlich darin, Effekte, die durch die Wiederholung der Bild- projektionen zustande kommen k/Snnten, auf die beiden Bedingungen mit und ohne Duftapplikation gleichmaf•ig zu verteilen und dadurch zu eliminieren.
Previous Page Next Page