62 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Ftir die Untersuchung der percornealen Penetration (passiver Diffusionsprozeg) wur- den die Mittelwerte •,, der einzelnen ©Tesafilm-Abrisse herangezogen (vgl. Tell I). Pro Megzeitpunkt und Abrig wurden die Quotienten •n/• gebildet, die die relative Sub- stanzmenge im n-ten Abrig •n bezogen auf den 1. Abrig ausdrticken. Tr•igt man in einem Diagramm •,•/•1 gegen den n-ten Abrig (halblogarithmische Dar- stellung, folgt aus Abb. 3) auf, so erh•ilt man ein anschauliches Bild yon der zeitlichen •nderung der Substanzverteilung im Stratum corneum. Die einzelnen Wertpaare wurden ftir jeden Megzeitpunkt einer Regressionsrechnung unterzogen. An der belie- big ausgew•ihlten Stelle •/• = 0,5 •vurde das zugehiSrige Argument (= Hauttiefe) be- rechnet, um in einem letzten Diagramm far •n/•l = 0,5 den Logarithmus von h2/t gegen t aufzutragen. Im theoretischen Fall einer ungehinderten Diffusion erh•ilt man dann eine Parallele zur t-Achse, w•ihrend man dutch den Einflug einer Diffusionsbar- riere mehr oder weniger stark abfallende Kurven erh•ilt. Legt man an diese Kurven eine 120ø-Tangente an, so erhiilt man mit dem Quotienten des 10 min-Wertes und des Tangentenschnittpunktes ein Mag Mauf der log h2/t-Achse ftir die percorneale Penetration. Diese GriSgen liegen zwischen 1 und + oo 1 entspricht der freien Diffusion. ERGEBNISSE Anzahl der ©Tesafilm-Abrisse Ziel des Versuches war, dutch den Anstieg der Wasserverdunstung zu zeigen, in welchem Bereich des Stratum comeurn die Diffusionsuntersuchungen bei 10 ©Tesafilm-Abrissen startlinden. Ein rascher Anstieg der Wasserverdunstung, das Sichtbarwerden der Sza- kall'schen Barriere auf dem Abrig sowie die Erythembildung an der gestrippten Haut deuten auf das Erreichen lebender Hautschichten bin. In Abb. 2 ist die Wasserverdun- stung der Unterarmhaut in Abh•ingigkeit von der Anzahl der ©Tesafilm-Abrisse und der ©Tesafilm-Sorte dargestellt. Bei den Probanden A und B wurde der schw•icher klebende ©Tesafilm-Spezial verwendet. Hier stieg die Wasserverdunstung erst nach mehr als 25 Abrissen st•irker an. Eine zusammenhiingende Hornzellage, die sogenannte Szakall'sche Barriere, wurde nicht beobachtet. Bei Proband A wurde die Messung nach dem 65.(!) Abrig abgebrochen, ohne dag ein feuchter Glanz das Erreichen der Epidermis ankiindig- re. Es bildete sich kein Erythem. Bei Proband C wurde normalet ©Tesafilm, der den in der Literatur meistverwendeten Soften entspricht, getester. Nach 6 - 8 Abrissen wurde die Szakall'sche Barriereschicht auf dem Abrig sichtbar, gleichzeitig stieg die Wasserverdunstung steil an. Beim 20. Abrig wurde der Versuch abgebrochen es bildete sich rasch ein starkes Erythem, das nach Verschorfung noch nach 2 Wochen sichtbar war. Hierbei wird deutlich, dag der dutch 10maliges Stripping mir ©Tesafilm-Spezial untersuchte Bereich die oberen Stratum-cor- neum-Schichten darstellt. Gra¾imetrische Bestimmung der gestrippten Schichten Ziel des Versuches war es, den untersuchten Stratum corneum-Bereich n•iher einzugren- zen und quantitativ zu erfassen. Die Evaporimeter-Daten zeigten im Mittel nur einen geringen Anstieg der Wasserverdunstung und bestiitigten damit die anfiinglichen Ver- l•iufe in Abb. 2.
PRESERVATIVE PENETRATION OF COSMETICS 63 Wasserverdunstung Ig/m 2 Hautl 40' /c i i i i / ß I I I i Abb. 2 Abhiingigkeit der Wasserverdunstung der Haut yon der Anzahl der ©Tesafilm-Abrisse Proband A und B: Stripping mir ©Tesafilm-Spezial Proband C: Stripping reit normalera ©Tesafihn. HornscNchtabnsse ,ug/cm 2 Haut 120 11o lOO 9o 8o 7o 60 50 4O 3O 2O 10 I 5 10 15 Hornschichtabnsse Abb. 3 Abh•ingigkeit der pro Abrig entfernten Hornschicht-Menge yon der Anzahl der Abrisse. (Mittelwert yon 30 Probanden)
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