554 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS die mit Dufteinwirkung, die schraffierte Siiule die ,,Frau"-Antworten, die ohne Dufteinflug abgegeben wurden, kennzeichnet. Die unter- schiedliche HiShe der weigen Saule gegenfiber der schraffierten Siiule erweist somit den Einflug des Duftes auf die Wahmehmung sexueller Inhalte. Man erkennt, wie bereits bei der vorangegangenen Abbildung, daf• die Tendenz, die Frauabbildung zu sehen, abgesehen von einigen Irregularitiiten von Dia zu Dia zunimmt, wobei der Dufteinflug bei den Dias 6 und 7 am stiirksten ausgepriigt ist. Bei Dia 2 gab es.einen nicht erwarteten Effekt, bei diesem haben die Versuchspersonen die Frau hiiufiger gesehen als die Experimentatoren erwarteten. MiSglicherweise sind wir bei der Zusammenstellung der Bilder eigenen Verdriingungsmechanismen zum Opfer gelallen. Was bei Betrachtung des Diagramms der Augen- schein bereits nahelegte, bestiitigte eine statistische Analyse: Der Einflug des Parfums auf die Wahmehmung war bei den Dias 6, 7 und 8, sowie bei dem Dia 2 signifikant IVierfeldertest nach McNemar}. Das nun folgende Bild IAbb. 7} fagt noch einmal das Ergebnis zu- sammen: Von Dia zu Dia wird die Stadtansicht seltener genannt und gleichzeitig nimmt die Tendenz, die Frau zu erkennen, deutlich zu, was durch die B- bzw. R-Linie dargestellt ist. Die zusiitzlich eingetra- genen Saulen sind ein Mag ftir den Einflug des Duftes auf die Wahr- 200 150 100 5O DIA I 2 3 •, 5 6 7 $ Abbildung 7 2O IO B R- und B-Linien stud gle•chbcdeutend mit dcnen in Abb. 5. Zusiitzlich wurde rechts als Ordinatcnmagstab dic Differenz zwischen der Summe der ,,Frau"-Antworten mit Duft und der ,,Frau"-Antworten ohne Duft aufgetragen. Diese Differenz der einzelnen Dias ist durch die gestrichelten Siiulen dargestellt.
SEX MOTIVES DURING ODOR PRESENTATION 555 nehmung des sexuellen Inhaltes. Ihre H6he ergibt sich aus der Summe der ,,Frau"-Antworten unter Dufteinflut•, abztiglich der ,,Frau"-Antworten ohne Dufteinwirkung. Unsere Erw. artung wurde damit best•itigt, daB• der Effekt bei den Dias 6 und 7, also links und rechts vom Schnittpunkt der beiden Kurven, am st•irksten zum Ausdruck kommt. Unsere Hypothese, daf• unter Duftbedingungen schon schwiichere sexuelle Reize wahrgenommen werden, wird auch durch die Beobachtung bestiitigt, dag die Zahl der ,,Frau"-Antworten bei Duftapplikation rascher ansteigt, als ohne Duft. So finden sich z.B. bei Dia 4 (Abb. 6} unter Dufteinwirkung bereits 23 ,,Frau"-Antworten, wiihrend diese Zahl ohne Dufteinwirkung erst bei Dia 6 erreicht wird. Die bisherige Darstellung der Ergebnisse bezog sich auf die Summe der von allen Versuchspersonen gegebenen Antworten. Dabei blieb offen, welche Auswirkung der Duft bei den einzelnen Versuchspersonen auf deren Wahrnehmung hatte. Wir haben daher im folgenden Bild [Abb. 8} die individuellen Antwortsummen jeder einzelnen Versuchsperson auf- getragen. Die R-Kurve zeigt die Summe der ,,Frau"-Antworten unter Dufteinflug, die B-Kurve dieselbe Antwortsumme ohne Dufteinflug. Bci fast allen Versuchspersonen waren die ,,Frau"-Antworten unter MIT DUFT OHNE DUFT • 25 20 15 R / ,,./ - \\ Vp 1 3 5 ? 9 11 13 15 17 19 21 23 25 2 /., 6 8 10 12 1/., 16 lf• 20 22 2/., Abbildung 8 Dic R-Lini½ bedeutet die Smnmc aller ,,Frau"-Atwortcn reit Duft, die jedc c•nzclnc Vcrsuchsperson abgab. Die B-Linic glbt die ,,Frau"-Antwortcn ohnc Duft witder.
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