796 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Tabelle II Alkali16slichkeiten und Cysteins•iurewerte unterschiedlich blondierter Humanhaare H=O=- Flotte 1:10 Konzentration Zeit CySOaH Alkali- (%) (min) 1/Sslichkeit (/tMol/g) (%) Carbopol-Gel CySOaH Alkali- 16slichkeit (/tMol/g) (%) Haarfestiger-L6sung CySOaH Alkali- 16slichkeit QtMol/g) (%) 3,0 15 79,0 7,0 53,0 7,0 73,0 7,0 30 95,0 8,0 75,0 8,0 77,0 8,0 45 100,0 10,0 90,0 8,0 88,0 8,0 60 109,0 10,0 110,0 9,0 96,0 9,0 6,0 15 118,0 10,0 102,0 9,0 114,0 9,0 30 150,0 12,0 120,0 10,0 128,0 10,0 45 173,0 12,0 130,0 11,0 152,0 13,0 60 200,0 14,0 146,0 13,0 175,0 14,0 %0 15 136,0 11,0 160,0 12,0 116,0 9,0 30 176,0 12,0 176,0 12,0 136,0 11,0 45 210,0 15,0 220,0 16,0 140,0 11,0 60 223,0 18,0 236,0 18,0 165,0 12,0 In einer zweiten Untersuchungsreihe wurde Humanhaar dauergewellt und danach ebenfalls die Alkaii16slichkeit sowie der Cysteins•iuregehalt bestimmt. Das zu 14,3% reduzierte Haar wurde in Abh•ingigkeit von der Zeit mit 3 und 6% Wasserstoffperoxid bei pH 3,0 reoxidiert, wodurch der Cystein- gehalt auf den urspriinglichen Weft absank. Gleichzeitig stieg abet der Cysteins•iuregehalt von 45/tMol/g im Ausgangshaar auf ein Mehrfaches an, was direkt dutch die quantitative Analyse des Oxidationsproduktes und in- direkt dutch die Alkali16slichkeit bewiesen wurde. Die Werte sind in Tabelle III angefiihrt. Interessant ist dabei, dab die Cysteinylreste selbst nach einer oxidativen Behandlung nicht vollst•indig in Cystinylreste zu iiberfiihren sind. Die freien, nicht oxidierbaren Sulfhydrylgruppen miissen k•ifigartig ge- schiitzt sein, wodurch sie der Einwirkung von Wasserstoffperoxid entzogen sind. In einer dritten Untersuchungsreihe wurden vier verschiedene Human- haartypen permanent gef•irbt. Neben handelsiiblichen Oxidationsbasen gelangten 3 und 6% H•.O•. enthaltende Gele zur Anwendung, die 5, 10, 15 und 20 min bei 54øC auf dem Haar belassen wurden. Diese nicht praxis- tibliche Trocknungstemperatur wurde gew•ihlt, um bessere Unterscheidungs- m6glichkeiten hinsichtlich der Alkali16s!ichk½it zu gew•ihrl½istcn. Bei den
DIE ALKALILOSLICHKEIT 797 Tabelle III Alkali16slichkeiten und Cysteins•iurewerte dauerverformter Humanhaare Hv, Ov,-Konzentration Zeit CySOaH Alkali16slichkeit CySH (%) (rain) (t•Mol/g) (%) (•Mol/g) 3,0 5 128,0 10,0 30,0 10 134,0 13,0 26,0 15 158,0 15,0 18,0 20 172,0 15,0 13,0 6,0 5 112,0 10,0 30,0 10 116,0 11,0 30,0 15 160,0 14,0 24,0 20 178,0 15,0 20,0 Typen 1 und 2 handeke es sich um blondierte Humanhaare, die dunkelbraun bzw. blond gef•irbt wurden. Bei den Typen 3 und 4 handeke es sich um brau- nes, unbehandeltes Humanhaar, das schwarzbraun bzw. schwarz gef•irbt wurde. Die Alkali16slichkeit und die Cysteins•iurewerte sind in Tabelk IV zusammengefaBt. Aus dieser Tabelle ist unter anderem ersichdich, dab bei einer resultierenden Alkali16slichkeit der Cysteins•iuregehalt durchaus in ge- wissen Grenzen schwanken kann. Diese Schwankungen sind immer dann zu berficksichtigen, wenn Aussagen fiber den Quervernetzungsgrad anhand der Alkali16slichkeit zu machen sind. DISKUSSION Alle in den oben skizzierten Versuchen ermittelten Alkali16slichkeiten sind in Abh•ingigkeit vom entsprechenden Cysteins•iuregehalt in der Abb., p. 799, graphisch dargestellt. Diese Zusammenfassung ist gerechtfertigt, da die Einzeldarstellung der entsprechenden Werte der blondierten, der verformten und der oxidativ gef•irbten Haare den gleichen linearen Anstieg ergeben, obwohl bei diesen drei Operafionen ganz verschiedene Effekte erzielt werden. Diese Graphik zeigt jedenfalls eindeufig, dab eine enge Beziehung zwischen der Alkali16slichkeit und dem Cysteins•iuregehalt besteht, so dab direkt aus den L6slichkeitswerten auf den Cysteins•uregehalt geschlossen werden kann. Zu berticksichtigen ist dabei allerdings, dab bei einer vorgegebenen Alkali- 16slichkeit der korrespondierende Cysteins•iurewert bis zu 10% vom Mittel- wert abweichen kann. Diese Schwankungen sind aufgrund der Analysen- fehler einzukalkulieren sie beeintr•ichtigen j edoch keineswegs die Aus- sagekraft der Methode.
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