8O8 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS 80- bzw. 90%igen Dimethylsulfoxid16sung gegeben. Dann wurde diese Stelle reit einer Nylonscheibe yon 9 mm Durchmesser bedeckt. In einigen cm Entfernung wurde 1 Tropfen einer 0,9%igen Natriumchlorid16sung auf- gebracht und ebenfalls mir einer Folienscheibe bedeckt. Nach einer ]eweils bestimmten Zeit (20 resp. 5, 10, 20 und 30 min) wurden die Folien entfernt und die L6sungsreste mittels Filterpapier beseitigt. Dann wurde mittels des elektronischen Impedanz-MeBger•tes (vgl. Abbildung in der vorange- henden Publikation) die Gr6Be der elektrischen Impedanz der mir der zu untersuchenden und der Kontrol16sung behandelten Hautoberfl•ichenstellen bestimmt. Dabei wird die druckfrei anlegbare Ag/AgC1-MeBelektrode mir den betreffenden behandelten Hautstellen verbunden. In Tabelk I sind die MeBwerte wiedergegeben, die sich an der Handriicken- haut nach 20 min w•ihrender Einwirkung von Dimethylsulfoxid- bzw. von physiologischer Natriumchlorid16sung erfassen lieBen. Die Quotienten aus den Wetten an den Natriumchlorid- und Dimethylsulfoxidstellen bzw. deren Mittelwerte sind unabh•ingig von den individuellen Unterschieden der Impedanz. Tabelle I Dimethylsulfoxid NaC1 (K•9) (KD) NaC1/Dimethylsulfoxid Mittelwert 12,3 26,2 2,3 Medianweft -- -- 2,0 Extremwerte -- -- 1-4 Danach betr•igt die Abnahme der Impedanz 53,1%. Der NaC1/Dimethyl- sulfoxid-Quotient bewegt sich zwischen den Extremwerten 1-4. Die der elektrischen Impedanz proportiondie Permeabilit•it der Elektrolyten nach 20 rain langer Behandlung mir Dimethylsulfoxid wird um das 2,13fache ge- steigert. Die Ergebnisse stimmen fiir 80- und 90%ige Dimethylsulfoxid- 16sungen iiberein, so dab sie nicht getrennt angefiihrt wetden miissen. Die )•nderung der Impedanz der Haut bei einer Dimethylsulfoxidbehand- lung als Funktion der Zeit wurde an 10 Personen nach der beschriebenen Metbode untersucht (Tabdie I[). Man erkennt, dab die elektrische Impedanz der Haut mir der Dauer der Dimethylsulfoxid-Behandlung abnimmt am augenfilligsten ist der Riickgang nach einer Behandlung von 20 min. Die Impedanzwerte der reit physiologi- scher Natriumchlorid16sung behandelten Hautoberfl•iche sind praktisch unver•indert. Dementsprechend zeigt der NaC1/Dimethylsulfoxid-Quotient
DIE WIRKUNG DES DIMETHYLSULFOXIDS Tabelle II Impedanz K•9 809 Dimethylsulfoxid NaC1 NaC1/Dimethylsulfoxid Zeit (rain) Mittelwerte Medianwerte Extremwerte 5 10 20 30 5 10 20 30 21,3 19,1 12,7 16,5 30,4 29,4 27,2 32,0 5 10 20 30 1,6 1,6 2,3 2,0 1,5 1,4 2,0 1,8 0,8-2,6 1-2 1-4 1,5-5,2 in Abh2ngigkeit von der Zeit einen Anstieg. Bei einer Behandlungsdauer fiber 20 min ist kein Ansteigen mehr zu beobachten. Dimethylsulfoxid •indert die elektrische Impedanz und damit die Permeabilit•it der Haut fiir Elektro- lyten. ZUSAMMENFASSUNG Es wurde die auf die elektrische Impedanz der Haut ausgefibte Wirkung des Dimethylsulfoxids untersucht. Auf Grund von an 22 Versuchspersonen durchgefiihrten Messungen wurde festgestellt, dab die elektrische Impedanz der mir Dimethylsulfoxid behandelten Hautoberfi•iche abnimmt. Daraus kann auf die Zunahme der mir dieset zusammenNingenden Elektrolyten- penetration geschlossen wetden. LITERATUR (1) Stoughton, R. B., and Fritsch, W., .drch. Dermatology 90, 512 (1964). (2) Kligman, A.M., J. _Amer. reed. Assoc. 193, 796, 923 (1965). (3) Leake, C. D., Science 152, 1646 (1966). (4) Laudahn, G., und SchloBhauer, H. J., (Herausgeber) DMSO Symposium 1965, Berlin, Wissen- schaftliche Abteilung der Schering AG, Saladtuck Berlin 1965. (5) Elfbaum, S. G., and Wolfram, M. A., f. Soc. Cosmet. Chemists 21, 129 (1970). (6) Kiss, Gy., und Horvfith, I., f. Soc. Cosmet. Chemists 23, 803 (1972). (7) Kiss, Gy., und Horvfith, I., BBrgydgyds•ali vener. S•emk 45, 164 (1969).
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