848 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS ist jedoch anzumerken, dab dieses schlechtere Ergebnis fiir Pseudomonas aeruginosa gegebenenfalls auf unsere Versuchsanordnung zuriickzufiihren ist (15). Mit anderen Methoden wurden von verschiedenen Autoten (13) (26) teilweise unter Verwendung derselben Konservierungsmittel bessere Er- gebnisse erzielt. Das Wesentliche an dieset Gegeniiberstellung •itherischer Ole und Riech- stoffe und rein synthetischer Konservierungsmittel ist jedoch auch unter den von uns gewihlten Versuchsbedingungen klar zu erkennen. W•ihrend bei den Duftstoffen im g/1-Bereich gearbeitet werden muB, geniigen hier mg/1, um eine Hemmung herbeizufiihren. Mit diesen reinen Konservierungsmitteln wird allerdings nicht gleichzeitig eine Parfiimierung erreicht. In der Praxis bediirfen O/W-Emulsionen sehr Niufig einer Haltbarmachung gegeniiber mikrobieller Zersetzung. Daher haben wit zur ersten Orientie- rung eine solche O/W-Emulsion bereitet und mit 0,2% der in der Tab. II aufgefiihrten Rose, also in der Verdiinnungssmfe 1:500, parfiimiert. 10 g parfiimierte und unparfiimierte Masse wurden mir je 1 Tropfen einer 16 Stdn bebriiteten Bouillonkultur der Testkeime beimpft, 48 Stdn bei 37 øC bebriitet und mit je 10se voll Material Subkulmren auf Agarplatten angelegt. Dabei zeigte sich, dab Staphylococcus aureus weder im unparfii- mierten noch im parfiimierten Ansatz angegangen war, was den Beobach- tungen von Paetzold (24) nahekommt Proteus vulgaris war ebenfalls ab- gestorben. Fiir Escherichia coli haben wit in den unparftimierten Gl•ischen ein deut- liches Oberleben des Keimes beobachtet, w•ihrend dutch die Parfiimierung eine vollst•indige Hemmung erreicht werden konnte (Mbb. 2). Oberraschen- derweise wurde auch Pseudomonas aeruginosa deutlich gehemmt, wenn auch nicht vollst•indig. Dieset Keim fand vermutlich nicht optimale Lebens- bedingungen in der O/W-Emulsion, so dab bereits die geringe Konzentra- tion der Parfiimierung zu einem Erfolg fiihrte (•bb. 3). Nach insgesamt 14gigiger Bebriitung der pa, rfiimierten O/W-Emulsion nahm die konservierende Wirkung der Rosenparfiimmischung (Tab. II) deutlich ab. Der Mittelwert der Kolonienanzahl lag unter 30. Der Wunsch und die Notwendigkeit beim Einsatz •itherischer Ole und Riechstoffe, Konservierung und Parfiimierung gleichzeitig zu erreichen, ist nicht ohne Problematik, weil nicht alles gut riecht, was konservierend wirkt. So wiirde es niemandem einfallen, Thymol oder den erw•ihnten, stark wirk- samen Zimtaldehyd allein als konservierende Parfiimierung oder parfiimie- rende Konservierung in einem kosmetischen Produkt einzusetzen, weil der Geruch unertr•iglich ist. Deswegen miissen noch wesehrlich mehr Riech-
MOGLICHKEITEN DES ERSATZES VON KONSERVIERUNGSMITTELN 849 g g
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