DIE ALKALILOSLICHKEIT 793 str2hnen aufgetragen, 5 min einwirken gelassen und anschlieBend die ent- sprechende Zeit unter der Trockenhaube belassen. 2 g Humanhaarstr2hnen wurden zus2tzlich in einem 0,5 •oigen Carbopol- Gel, das 3, 6 bzw. 9 % H202 enthielt, bei pH 9,0 wiihrend 15, 30, 45 und 60 min bei 54 øC behandelt. Auch hierbei wurde die eingestellte Carbopoll•Ssung mir einem Flachpinsel auf die Humanhaarstr2hnen aufgetragen, 5 min ein- wirken gelassen und unter der Trockenhaube getrocknet. Die so blondierten Striihnen wurden intensiv mir destilliertem Wasset gewaschen, getrocknet und in einem klimatisierten Raum aufbewahrt. D auerwe llver suche Eine 1 M Thioglykols2urel•Ssung wurde mir 0,5% Carbopol angedickt und mir verdiinntem Ammoniak ein pH-Wert von 9,0 eingestellt. Mir Hilfe eines Flachpinsels wurde das Gel auf die Haarstriihnen gebracht, 5 min ein- wirken gelassen und danach unter der Trockenhaube wiihrend 20 min bei 54øC getrocknet. Die so reduzierten Humanhaarstriihnen wurden gespiilt, danach in einer 3- und 6%igen H20=-L•Ssung - ebenfalls angedickt mir 0,5% Carbopol-Gel - bei pH 3,0 w2hrend 5, 10, 15 bzw. 20 min bei 54øC oxidleft, gut gespiilt und getrocknet. F•rbeversuche Mittels eines Flachpinsels wurden auf 2 g Humanhaarstriihnen entspre- chende Mengen von Standard-Haarf2rbel•Ssungen aufgetragen und 1 min einwirken gelassen. Diese vorbehandelten Striihnen wurden danach mir 3- bzw. 6%igen H•O•-L•Ssungen - angedickt mir 0,5% Carbopol-Gel und eingestellt auf pH 5,0 - bestrichen und w2hrend 5, 10, 15 bzw. 20 min bei 54 øC getrocknet, anschlieBend daran gut gespiilt und erneut getrocknet. Bestimmung der schwe/blhaltigen •4minos•uren Der Cystingehalt der Proben wurde polarographisch an der intakten Faser (10), der Cysteingehalt nach Kurzzeithydrolyse colorimetrisch be- sfimmt (5). Aus salzsauren Totalhydrolysaten wurde der Cysteins•iuregehalt durch Niedervoltelektrophorese besfimmt (4). Dazu wurden jewells 0,5 g Ausgangsmaterial ben&igt. Von jeder Probe wurden vier Bestimmungen durchgefifhrt, der h•Schste bzw. niedrigste Wert verworfen und das Mittel aus den Wetten der verbleibenden 3 Proben gebildet.
794 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Bestimmung der .41kalilb'slichkeit Proben zu 0,5 g wurden mir 50 ml 0,1 N Natronlauge w•ihrend 60 min bei 66 øC behandelt. AnschlieBend daran wurden die Proben dutch einen Glas- filterriegel (Porosit•it 1) filtriert, neutral gewaschen, mir verdfinnter Essig- s•iure anges•iuert, erneut neutral gewaschen und danach 2 Stdn bei 105 øC getrocknet und zurfickgewogen. Parallel zur Einwaage wurde eine Feuchtig- keitsbestimmung durchgeffihrt. Dazu wurden 50-100 mg des Ausgangs- materials eingewogen, w•ihrend 2 Stdn bei 105 øC getrocknet, 1 Std im Ex- sikkator abgekfihlt und zurfickgewogen. Bei der Einwaage wurde die Menge an adsorptiv gebundenem Wasset abgezogen. Der Gewichtsverlust in Prozent wird als Differenz zwischen dem Trockengewicht der Proben vor und nach der Behandlung bestimmt. Von jeder Probe wurden 3 Bestimmungen durch- geffihrt, der h6chste bzw. niedrigste Weft verworfen und das Mittel aus den zwei verbleibenden Wetten gebildet (3). ERGEBNISSE Die verschiedenen Faserproteine, wie Wolle, Mohair, Humanhaar, unter- scheiden sich in ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften. Ins- besondere zeigen sich gewisse Unterschiede bei den verschiedenen L6slich- keitstesten zwischen Wolle und Mohair einerseits und Humanhaar anderer- seits. Nicht nut die hier zur Diskussion stehende Alkali16slichkeit zeigt abweichende Werte z.B. gegenfiber Merinowolle, sondern auch die ge- sondeft zu besprechende Hamstoff-Bisulfit- (11) und Perameisens•iure- Ammoniak16slichkeit (12) ffihren bei den verschiedenen Faserproteinen zu unterschiedlichen Wetten. Andererseits muB gesagt wetden, dab innerhalb verschiedener Humanhaarsorten nut geringe Unterschiede bei der Alkali- 16slichkeit festzustellen sind. Diese Untersuchungen mfiBten allerdings auf weltere Humanhaare unterschiedlicher Herkunft ausgedehnt wetden, urn ein endgfiltiges Urteil fiber diesen Befund abgeben zu k6nnen. f•ber den EinfluB des Faserdurchmessers von Wolle auf die Alkali16slichkeit wurde bereits berichtet. Dabei wurde festgestellt, dab eine Beziehung zwischen der Feinheit und der Alkali16slichkeit besteht, da reinere Wolltypen eine h6here Alkali16slichkeit aufweisen als gr6bere Wollen (13). Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann allerdings angenommen wetden, dab die Feinheit des Humanhaares keinen EinfluB auf die Alkali16slichkeit ausfibt, da ffir L6slichkeitsuntersuchungen in jedem Fall ein Haargemisch mir unter- schiedlichen Durchmessem der Einzelhaare zur Anwendung gelangt.
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