DIE WIRKUNG DES NATRIUMLAURYLSULFATS 805 Schema des Impedanz-MeBgeriites Messung ben6tigte Spannung mir der Frequenz 1600 Hz. Diese Spannung wird /fiber die Eichstufe 2 bzw. MeBeinheit 3 den Elektroden zugef/fihrt. Zur Messung wetden die MeBelektrode 4 und die indifl•rente Erdelektrode 5 mit der zu untersuchenden Hautoberfl•iche verbunden. Die Untersuchung beginnt mir dem Aufbringen eines Tropfens der 1%igen w•iBrigen Natrium- laurylsulfat16sung auf die Haut des (z. B.) linken Handr/fickens der Ver- suchsperson. Danach bedeckt man diese Hautoberfl•iche mit einer Nylon- folienscheibe von 9 mm Durchmesser zur Verhinderung der Verdunstung bzw. des Verlaufens der L6sung. Zwecks Kontrolle appliziert man in analoger Weise, einige cm von der Laurylsulfat-Stelle entfernt, eine physiologische Natriumchlorid16sung. Nach 20 min entfernt man die Folien und trocknet die Haut mir Filterpapier. AnschlieBend miBt man die elektrische Impedanz der vorbereiteten Hautoberfi•ichen. Hierzu legt man die groBfl•ichige mir Gaze/fiberzogene und mir 0,1 N Kaliumchlorid16sung bespiilte zylindrische indifferente Erdelektrode auf die rechte Handfl•iche der Versuchsperson. Sodann vetbinder man die aus Ag/AgC1 bestehende, druckfreie MeBelektrode (20 mm •') (4) (5) mir der Natriumlaurylsulfat- bzw. mir physiologischer Natriumchlorid16sung behandelte Hautoberfl•iche und miBt die Impedanz. Sie l•iBt sich am Ger•it in KQ ablesen. Die Messungen wurden an 15 M•innern und 21 Frauen durchgef/fihrt. Sie ergaben: Na-laurylsulfat physiologische NaC1-L6sung Mittelwert (K•) 10,6 16,5 Medianweft (Kff2) 10,0 17 Extremwerte (Kff2) 8-12 13-20 Aus dieset Zusammenstellung ist zu erkennen, dab die elektrische Impe- danz dutch das Tensid durchschnittlich um 35,8 % verringert wird. Schon
806 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS binnen 20 min verursacht Natriumlaurylsulfat eine starke Veriinderung. Da- her darf man behaupten, dab dieses Tensid die Permeabilit•it der Haut fiir Elektrolyte steigert. ZUSAMMENFASSUNG Das in Waschmitteln vorkommende Natriumlaurylsulfat bewirkt eine Ver•inderung der elektrischen Impedanz der Haut, woraus eine Zunahme ihrer Permeabilit•it f/fir Elektrolyte gefolgert wird. Vermutlich bedeutet dies auch eine F6rderung der Penetration artdeter in Waschmitteln vorhandener Stoffe. LI FER A. TUR (1) Schneider, W., Tronnier, H., und Wagner, H., Reinigung und Pflege der Haut im Beruf unter besonderer Beriicksichtigung der experimentellen und praktischen Prafverfahren, in: H. A. Gottton und W. Sch6nfeld (Herausgeber), Derma/ologie und Wenerologie, Bd. I/T. 2, G. Thieme Verlag, Stuttgart 1962, p. 1043. (2) Neis, G., Derma/ol. [Vschr. 141,467 (1960). (3) Kiss, Gy., und Horvftth, I., Komftrom megyei, Orvosnapok K•3zlemdnyei 1968-70 B4rgyo- gyds•a/i vener. S•emle 45, 164 (1969). (4) Melczer, N., und Kiss, Gy., Hau/ar•/8, 395 (1957). (5) Leonhardi, G., und Furch, W., Hau/ar•/15, 309 (1964).
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