J. Soc. Gosmetic Ghemists 23, 841-852 (1972) 0ber die M6glichkeiten des Ersatzes yon Konservierungsmitteln in kosmetischen itherische Ole Priiparaten durch H.-P. Mf3NZING* und H. SCHELS** Nach einem -- anla•lich des gur Einweihungsfeier des neuen lVerkes der Firma drom veranstalteten S•ymposiums -- in D-802! Baierbrunn, am !6. Juni !972 gehaltenen If ortrag Synopsis--Potential replacement of preservatives in cosmetics by essential oils. Studies suggest the possibility of replacing conventional preservatives by mixtures of essential oils and odorants in certain preparations. The inhibitory activity, however, is no longer in the order of magnitude of mg/1, but of g/1. Such mixtures are simultaneously useful for perfuming. In den Publikationen fiber •itherische Ole der letzten Jahre steht beztiglich biologischer Wertbestimmungen meist die Erforschung der antimikrobiellen Wirksamkeit im Vordergrund, wenn auch in jfingster Zeit die allgemeine Erfassung pharmakologischer Eigenschaften mehr an Bedeutung gewinnt (1). AnlaB zu unserem Versuch, erneut zur Kl•irung der Fragen um die anti- mikrobielle Wirksamkeit der itherischen Ole und Riechstoffe beizutragen und damit Antwort auf die Frage nach den M6glichkeiten des Austausches * Firma drom, Dr. O. Martens & Co. Nachf., Parffim61e ffir Kosmetik und Technik, D-8021 Baierbrunn, Bundesrepublik Deutschland ** Institut ffir Mikrobiologie und Infektionskrankheiten der Tiere (Vorstand: Prof. Dr. Dr. h. c. A. MayO, Ludwig-Maximilian-Universit•it Mfinchen, D-8000 Mfinchen 22, Veterin•irstr. 13, Bundesrepublik Deutschland 841
842 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS yon Konservierungsmitteln in kosmetischen Priiparaten dutch Parftim61- Kompositionen zu erhalten, gaben folgende Oberlegungen: 1. Die Notwendigkeit, Kosmetika mir kontrolliertem Keimgehalt zu produzieren, macht den Einsatz yon Konservierungsmitteln erforderlich. 2. Die unbedenkliche Anwendung herk6mmlicher Substanzen zur Kon- servierung der Kosmetika, wie z.B. des 2,2'-Dihydroxy-3,5,6,3',5',6'- hexachlordiphenylmethan (Hexachlorophen©), ist in letzter Zeit aufgrund ihrer angeblichen Schiidlichkeit gegentiber dem menschlichen Organismus in Zweifel gezogen worden (2). Es mug daher nach Ersatz gesucht wetden. Dazu bieten sich u. a. die iitherischen (31e an, welche gleichzeitig die Funktion der Konservierung wie der Parftimierung tibernehmen k6nnten und damit dem Wunsche niiherkiimen, Zusatzstoffe an einer unteren Dosie- rungsgrenze zu halten. Trotz einer Reihe spezieller Arbeiten [(3) his (12)] tiber die antimikro- bielle Wirksamkeit iitherischer Ole und Parftim61-Kompositionen erscheint es uns schwierig, basierend auf diesen Ver6ffentlichungen, parftimistisch brauchbare Kompositionen zu schaffen, die als Konservierungsmittel in Kosmetika eingesetzt werden k6nnten, weil einmal die Spektren der geprtiffen Substanzen und die Auswahl der Mikroorganismen zu verschieden und zum anderen die angewandten Untersuchungsverfahren in Ausftihrung, Zweck und Ergebnissen zu divergierend sind, um endgtiltige Aussagen tiber die anti- mikrobiellen Eigenschaffen des Untersuchungsmaterials zu machen. Deswe- gen haben wit mir eigenen Untersuchungen begonnen, um neue Hinweise auf die Verwendbarkeit yon Parftim61-Kompositionen als Konservierungsmit- tel in Kosmetika zu erhalten. MATERIAL UND METHODEN Zu den vorliegenden Versuchen wurde eine Reihe iitherischer Ole und Riechstoffe ausgewiihlt, die einerseits laut Literatur antimikrobielle Wirk- samkeit aufweisen sollten, andererseits aber auch parftimistisch besonders wichtig sind, dazu im Vergleich drei Konser.vi•ungsmittel des Handels (13) (14) (15). Alle iitherischen Ole und Riechstoffe staremen vom inter- nationalen Markt. Sie wurden ohne irgendwelche Vorbehandlung eingesetzt, da in Vorversuchen dutch Bebriiten in Niihrbouillon kein Keimgehalt fest- gestellt werden konnte. In der Auswahl der Mikroorganismen richteten wir uns weitgehend nach den Angaben in der Literatur. Wir testeten Mikroorganismen, deren Isolie- rung aus Kosmetika beschrieben worden ist [(15) his (22)] hierbei handelt es sich haupts•ichlich um Colibakterien, Proteus vulgaris, Staphylokokken und Pseudomonaden neben Penicilliumarten, Aspergillen und Helen. Ffir
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