706 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS C-Atome nebeneinanderliegender paralleler Molekfile bei zur Kettenachse senkrechter Projektion auf die Nachbarkette genau zusammenfallen, wodurch der kfirzeste Abstand zwischen zwei C-Atomen benachbarter Molekfile entsteht {8). Dabei ergeben sich monokline Elementarzellen mit verschiedenen diskreten Winkeln. Aus einer einheitlichen Subzelle der Paraffinkohlenwasserstoffketten der Fettalkohole kfnnen monokline b -Modifikationen reit entsprechender Neigung des Winkels zur kfirzeren Achse Elementarzellen ebenso entstehen wie monokline b-Modifikationen reit diskreten Winkeln der c-Achse zur a-Achse. Cetylalkohol zeigt somit ebenso wie andere Fettalkohole ein polymorphes Verhalten, das dem der Polytypie einiger anorganischer Materialien sehr •ihnlich ist (9}. Untersuchungen fiber energetisch besonders gimstige strukturelle Anordungsmfglichkeiten der Fettalkohole ergaben {10, 11), dat• die b o-Modifikation reit einer nahezu orthorhombischen Elementarzelle eine energetisch gfinstige Anordnungsmfglichkeit darstellt, da mit ihr ein Subzellenparameter c s erhalten wird, der die Molekfile als spannungs- frei erscheinen l'al•t. Monokline b-Modifikationen mfissen als energetisch ung'tmstige Formen angesehen werden. Aus •ihnlichen Grfinden wird als die stabilste Y-Modifikation der Fettalkohole die T4-Modifikation beschrieben {10]. b S as i I i i I I I I a) cs I I i I i i i b) Abbildung 1 CS C S CS C S I i I I I I I I I I I I I I • • c) Schematische Darstellung der bei den Fettalkoholen m/3glichen Elementarzellen. Die verschiedenen Modifikationen entstehen durch Verschieben der Paraffinkohlenwasserstoff- ketten der Fettalkohole um diskrete Abst'finde, die dem Subzellenparameter C s oder dessen Vielfachem entsprechen. a} orthorhombische Modifikation b} monokline •-Modifikation c} monokline ¾-Modifikation
CRYSTALLINE STATE OF HYDROPHILLIC OINTMENT 707 Abbildung 2 zeigt die Kiessig~Aufnahme von handelsfiblichem Cetyl- alkohol bei 100 bzw. 200 mm Objekt-Filmabstand. Die Abst'finde der inneren Interferenzringe, die den Interferenzen 1., 2. und 3. Ordnung der Netzebenenabst'finde entsprechen, die durch die doppelte Kettenlange bei senkrechter Anordnung des Cetylalkoholmolekfils erhalten werden, ergeben einen Bragg'schen Abstand, der nahezu mit der c-Achse der in der Literatur beschriebenen Elementarzelle (10)fibereinstimmt (s. Tabelle). Die beiden starken Interferenzen am Bildrand der Aufnahme mit 100 mm Objekt-Filmabstand k6nnen nach Kohlhaas und Soremba (12) den Netzebenen 200 und 110 zugeordnet werden, die in ihrer Lage praktisch identisch mit denen der orthorhombischen Subzelle von langkettigen Paraffinen sind. Abbildung 2 Kiessig-Aufnahme von Cetylalkohol mit 100 bzw. 200 mm Objekt-Filmabstand. Abbildung 2 macht aber weiterhin deutlich, daf• in geringem Umfang noch eine weitere Modifikation vorliegen mug, da in der Kiessig- Aufnahme noch schwach ausgebildete Interferenzmaxima vorhanden sind, die zu einem geringeren Bragg'schen Abstand ffihren. Die begleitende Modifikation konnte als ¾4-Modifikation identifiziert werden (s. Tabelle}, die als stabilste ¾-Modifikation beschrieben wird (10). In erheblichem Umfang ist das Ausmaf• der als dominierende Modifika- tion auftretenden Phase yon der Praparationstechnik der Proben ffir die r6ntgenographischen Untersuchungen abh'fingig. Wird im Gegensatz zur Praparationstechnik ffir eine Kiessig-Aufnahme, bei der die Probe als Schmelze in eine Glaskapillare eingesaugt wird und anschlief•end
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