142 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS 3.2 In vivo-Priifung yon Hydagen F Zur in vivo-Prtifung der hauthydratisierenden Wirkung wurden 3% Hydagen F in folgende O/W-Rahmenrezeptur eingearbeitet und an 11 weib- lichen Probanden im Vergleich zur entsprechenden wirkstofffreien Emulsion getestet: ParaffinS51 40 cP Myritol 318 © {Henkel} Lanette 0 © {Henkel} Stearinsiiure Carbopol 940 © {Goodrich} Hydagen F © Triisopropanolamin Phenonip © {Nipa Lab.} Wasser 0 3 3 0 68 170 % 20 % 25 % 28 % 5 % .0 % .16% .1 % .94% 3.2. 1 Applikation der Cremes Die Unterarminnenseite der Testpersonen wurde mit/4ther entfettet, mit einer Syndet-Seife intensiv gewaschen, 1 Minute mit Leitungswasser gesptilt, dann noch zweimal mit der Syndet-Seife ftir jeweils 15 Sekunden gewaschen und sorgfiiltig mit Wasser abgesptilt. Zur Trocknung wurde der Arm abgetupft und 5 Minuten gef/Snt. Nach weiteren 5 Minuten er- folgte die erste Messung an einer zuvor markierten Teststelle von 10 cm2 der Unterarminnenseite. Darauf wurde eine eingewogene Menge Creme mit einem stumpfen Plexiglasspatel auf die markierte Fliiche 2 Minuten lang einmassiert und die tiberschtissige Creme sorgfiiltig abgestrichen und zurtickgewogen. Die aufgetragene Crememenge betrug 10 + 2 mg/cm2. Nach Einziehen der Creme {2,5Minuten} erfolgte die zweite Messung. Weitere Messungen wurden 0,5 Stunden und 1,5 Stunden nach der ersten Messung durchgeftihrt. Ftir die vergleichenden Untersuchungen wurde an einem Arm die wirkstoffhaltige und an dem anderen die wirkstofffreie Creme appliziert. 3.2.2 Vorversuche zur FMIR-Analyse Hydagen F-haltiger Cremes Bei den Messungen k/Snnen sich aufgrund von Oberlagerungen der charakteristischen IR-Banden durch Bestandteile der Emulsionsgrundlagen sowie durch den Wirkstoff selbst Schwierigkeiten ergeben. Diese Faktoren mugten daher zuniichst tiberprtift werden.
SCREENING PROCEDURES FOR REGULATORS OF SKIN MOISTURE 143 a) Creme ohne Hydagen F Das Spektrum der mit •ther und Seife gereinigten und anschliegend getrockneten Haut des linken Armes einer Versuchsperson zeigte im betreffenden IR-Bereich praktisch nur die Amid I-Bande {1645 cm-1 }, die Amid II-Bande (1545cm-1} sowie einen geringen Carboxylgehalt { 1400 cm- 1} an. Das Intensitiitsverhiiltnis Amid I zu Amid II {Auswerte- . verfahren nach der Basislinienmethode} betrug ca. 1,3. Die Haut wurde sodann mit der wirkstofffreien Creme behandelt {3.2.1} und 2,S Minuten, 30 Minuten sowie 90 Minuten nach Applikation der Creme vermessen. Alle drei Spektren zeigten praktisch ein identisches Bild. Die ermittelten Intensitiitsverhiiltnisse, Amid I zu Amid II, ergaben folgende Werte: Messung nach 2,5 min.: 1,2 Messung nach 30,0 min.: 1,4 Messung nach 90,0 min.: 1,4 Innerhalb der Fehlergrenzen sind die Ergebnisse von unbehandelter Haut und behandelter Haut gleich, d.h., es erfolgte keine megbare ErhiShung des Wassergehaltes der Hautoberfliiche. Die Bestandteile der Emulsionsgrund- lage stiSrten bei der Messung nicht. b) Creme reit 3 % Hydagen F Wiederum wurde die zuvor gereinigte, unbehandelte Haut sowie die reit Hydagen F-Creme behandelte Haut am rechten Arm vermessen. Das Spektrum des unbehandelten rechten Arms war praktisch identisch mit dem des unbehandelten linken Arms. Das Intensitiitsverhiiltnis Amid I zu Amid II betrug wiederum ca. 1,3. Die Amid II-Bande wurde nun von der asymmetrischen C-O-Valenz- schwingung der vorhandenen Carboxylat-Anionen unterlagert, weshalb eine entsprechende Korrektur der Intensitiit der 1545 cm- 1 -Bande erfolgte. Dies geschah durch Substraktion der bei 1400 cm- 1 gemessenen Intensitiit des gleichen Spektrums, multipliziert mit dem nattirlichen Intensitiits- verhiiltnis der asymmetrischen und symmetrischen C-O-Valenzbande {1500 bzw. 1400 cm- 1} des Carboxylat-Anions. Ftir diesen Faktor wurde in unserem Fall der Wert 1,5 festgelegt, der einen guten Mittelwert ftir ver- schiedene Carboxylate darstellt danach ergaben sich folgende Intensitiits- verhiiltnisse ftir Amid I zu Amid II:
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