J. Soc. Cosmet. Chem., 29, 307-322 (May 1978) SYNTHESEN IN DER ISOCAMPHANREIHE, Clber den Geruchseindruck von Isocamphanderivaten IX. * G. BUCHBAUER* * und M. WILTSCHKO* * * Synopsis -- A total of 55 isocamphane derivatives was studied in order to establish a correlation between the shape of the molecule and xts odor as postulated by the theory of Arnoore. The molecules were measured by use of the shadow matching method and compared with cxneole, the camphoraceous odor standard. The agreement of the results of these measurements with other molecular parameters, e.g. boxhng point, was also examined. Isocamphane derivatives with spherical shape exhibit a distinct camphoraceous odor, and this charcteristic is reduced as the asymmetry of the isocamphane molecule increases. Nach J. E. Amoore [1} ist die Gestalt bzw. die Raumerfillung eines Molekills der wesentliche Faktor fir die Entstehung der verschiedenen Geruchseindrficke. Wenn nun einige Molekile einen gleichen oder •ihnlichen Geruch hervorrufcn, so missen sic nach dieser Theorie daher auch gleiche oder •ihnliche Gestalt haben und von anderen Molekilen mit anderen Gerichen in der Gestalt mehr oder minder deutlich ver- schieden sein. Es erschien daher interessant, eine gr6gere Anzahl von Isocamphanverbindungen, die entweder als Riechstoffe selbst oder als Zwischenprodukte bei der Synthese von Riechstoffen von potentidler * 8. Mitteiltmg, G. Buchbauer und E. Klissenbauer, Mh. Chem., •m Druck. ** Pharmazeutisch-Chemisches Institut der Universxtat Wien, A 1090 Wien, Wahringer- stral•e 10. * * * Teil der Diplomarbeit yon M. Wiltschko, Universitat Wien, 1977. Der Firma Dragoco, Wien-Liesing, danken wir ftir wohlwollende Unterstfitztmg. 307
308 JOURNAL OF THE SOCIETY OF COSMETIC CHEMISTS Bedeutung sind, mittels des Schattenkorrelationstestes von Amoore miteinander zu vergleichen und auf diese Weise innerhalb einer Ver- bindungsklasse die Abh'fingigkeit des Geruchseindruckes von der raum- lichen Gestalt zu fiberprfifen. Es soil gezeigt werden, inwieweit die stereochemische Theorie von Amoo r e den Geruchseindruck der in Tabelle 1 angeffihrten Iso- camphanderivate zu erklaren vermag. Demzufolge sollen die kleineren und vor allera kugeliger geformten Molekfile dieser Reihe den camphrigen Geruchseindruck hervorrufen und es sollte mit zunehmender Gr/3ge und asymetrischer Gestalt der Molekfile dieser Geruchseindruck abnehmen. Material und Methodik Zur Untersuchung kamen die in Tabelle 1 ange 'ftihrten Isocamphan- verbindungen und einige Norisocamphane {Nr. 1, 5-7, 30, 42}, die aus Gr'tinden der Vollst•indigkeit in diese Arbeit einbezogen wurden. Die Substanzen wurden teils von uns synthetisiert INr. 5, 7-9, 12, 15-17, 19, 20, 23-25, 27-30, 34, 36, 37, 38, 39, 40, 42, 44, 45, 47-50, 53}, teils von E. Klissenbauer 12} INr. 32, 33, 35, 43, 46, 51, 54-56} zur Verffigung gestellt. Die Substanzen Nr. 1-4, 6, 10, 11, 13, 14, 18, 21, 22, 26, 31, 41, 52, sind in der Literatur entnommen. Zum Bau der Molekfilmodelle wurden Stuart-Briegleb'sche Kalotten- modelie der Firma Leybold-Heraeus, K/31n, verwendet. Die Untersuchung erfolgte nach der von Am o o r e angegebenen ,,shadow-matching-method" l l}. Die Molekfilmodelle wurden aus drei verschiedenen, aufeinander senkrecht stehenden Richtungen fotografiert. Hierzu wurde eine Kodak- kamera, Retina II F, mit folgenden Einstellungen verwendet: Blende 8, Belichtungszeit %oo sec. Nach einigen Probeaufnahmen zeigte sich, dalq ein schwarz-weig-Film mit DIN 21 f/fir diese Arbeit am besten geeignet war. In Anlehnung an diesen Schattenkorrelationstest wurde zunachst versucht, die Molekfilmodelle so zu fotografieren, dag die Kamera 1 m vom Objekt entfernt war. Das Molekfilmodell lag auf einer Milchglasplatte, unter welcher ein Blitzlicht angebracht war. Es wurden auch Aufnahmen gemacht, bei welchen das Blitzlicht unmittelbar neben der Kamera angebracht war und schlieglich wurde auch noch ausprobiert, ob bessere Resultate durch die Arbeit in der Dunkelkammer oder bei Tageslicht erzielt werden konnten. In Ab'finderung der "shadow-matching-method" wurden s'firntliche Molekfilmodelle direkt und nicht ihr Schatten fotografiert. Durch eine besondere Montage des Blitzlichtes unmittelbar neben der
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